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Natur und so

Winterruhe, Winterstarre und Winterschlaf – wo ist der Unterschied?

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Vor zwei Tagen fiel der erste Schnee und nachts hat es gefroren. Der Teich ist mit einer dünnen Eisschicht bedeckt und der Frosch ist verschwunden. Was der wohl jetzt macht? Das Eichhörnchen war noch unterwegs, wird sich aber sicher auch bald verkriechen wie die Biber im Pasinger Stadtwald. Und die Fische im See? Wie verbringen die ihre Zeit unter dem Eis? Viele unserer heimischen Tiere ruhen sich im Winter aus. Einige halten Winterruhe, andere fallen in Winterschlaf oder erstarren. Wer macht was und worin liegen die Unterschiede?

Ein paar Monate schlafen

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Wenn es draußen kalt wird, der Boden gefriert oder schneebedeckt ist, wird es für die Winterschläfer Zeit, sich in kuschelige Höhlen zurückzuziehen. Sie finden im Winter einfach nicht genügend Nahrung, um wach und aktiv zu überleben. Stattdessen schalten sie auf Sparflamme. Die Körpertemperatur sinkt, der Herzschlag verlangsamt sich ebenso wie die Atmung. Dadurch benötigt der Körper weniger Energie. Ganz ohne geht es aber auch nicht und deshalb fressen sich Winterschläfer wie Igel, Siebenschläfer und Murmeltier spätestens im Herbst eine dicke Fettschicht an. Von ihr zehren sie den Winter über. Pummelig geht es in das Winterversteck, schlank wieder heraus.

Nur mal kurz ausruhen

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Auch in der Winterruhe sparen die Tiere Energie. Dachs, Eichhörnchen und Biber ziehen sich zurück und dösen in ihrem Bau oder dem Kobel vor sich hin, verändern dabei ihre Körperposition und verlassen ihr Versteck auch zwischendurch, um Futter zu suchen. Im Gegensatz zum Winterschlaf verändern sich Atmung, Blutdruck und Körpertemperatur dabei aber nicht wesentlich. Sind die Winter sehr mild, verzichten einige Tiere wie Waschbären, die in den Städten reichlich Nahrung finden, sogar auf ihre Winterruhe.

Starr vor Kälte

In Winterstarre fallen wechselwarme Tiere wie Kröten, Frösche, Eidechsen, Schlangen Schnecken und Fische.

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Sie suchen frostsichere Verstecke auf, graben sich zum Beispiel im Schlamm ein oder nutzen Höhlen und bleiben dort regungslos (oft mit offenen Augen), bis es wieder wärmer wird. Ihre Körpertemperatur gleicht sich der Umgebungstemperatur an. Herzschlag, Atmung und Stoffwechsel werden stark zurückgefahren. Ist der Winter sehr streng und die Temperaturen fallen auch im Versteck der Tiere unter den Gefrierpunkt, erwachen sie nicht, sondern erfrieren. Den Fischen passiert das allerdings selten, da die Seen immer von oben her zufrieren und am Grund des Gewässers in der Regel Temperaturen um die vier Grad Celsius herrschen. Glück gehabt!

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Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

Autor: Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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