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Natur und so

Buchtipp: Mein Stadtbalkon

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Foto: J. Prinz

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Könnt ihr euch noch daran erinnern, wie Karolin und ich zum ersten Mal beim IVG-Medientag waren? Da saßen wir abends beim Blogger-Stammtisch und ich lauschte andächtig den Erzählungen der „richtigen“ Garten-Blogger. Für mich war an diesem Abend sehr viel neu, vor allem die Information, dass Tomaten ein Dach brauchen. Ich hatte auf meinem Balkon aber kein Dach. Und als ich gerade verzweifeln wollte, sagte eine Blogger-Kollegin: „Dann nimm doch einfach Wildtomaten.“ Die Kollegin war Melanie Öhlenbach vom Blog Kistengrün. Und sie hat mittlerweile endlich mal alle ihre Tipps in einem Buch zusammengefasst. Es heißt „Mein Stadtbalkon“.

 

Foto: J. Prinz

Natürlich geht es in Melanies Buch nicht nur um Tomaten, sondern um Balkongärten allgemein. Primeln und Geranien kann ja jeder, aber was ist, wenn ich auf meinem Balkon Gemüse oder Kräuter ernten möchte? Zumindest ich als Laie brauche für sowas Tipps. Und dafür eignet sich „Mein Stadtbalkon“ wirklich gut. Es ist echt alles drin, sogar der Tipp mit dem Tomatendach. Ich finde sowieso, es wurde echt mal Zeit, dass Mel ihr gesammeltes Wissen in einem Buch verpackt. Ganz schön schlau, vom Kosmos Verlag, dass sie sich die Kollegin eingefangen haben! Was Balkongärten angeht, ist sie einfach die Anlaufstelle.

 

Foto: J. Prinz

Jedenfalls erfahre ich jetzt, auf insgesamt 96 Seiten, nicht nur wie ich den richtigen Standort für meine Balkonpflanzen finde (in welche Himmelsrichtung zeigt eigentlich mein Balkon?), sondern auch, was ich bei Erde und Pflanzkübeln beachten muss. Die Pflanzenporträts geben dann kurz und knackig (Salatwitz!) Auskunft über die Ansprüche verschiedener Pflanzen. Dank des Buches, weiß ich jetzt auch, dass es ganz normal ist, dass selbst ausgesäte Paprikapflanzen wirklich ewig brauchen, bis sie richtig wachsen. Und ich hatte mir schon Sorgen gemacht.

 

Foto: J. Prinz

Das Kapitel über den Basilikum bestätigt mich darin, meinen Basilikumtopf lieber noch ein wenig in der Küche zu behalten. Denn draußen ist es noch etwas zu kalt für ihn. Ich vermisse zwar ein Kapitel über Salatgurken, aber so bleibt mir wenigsten ein kleines bisschen Spannung für den Sommer: Wird die Gurkenpflanze klein bleiben? Überwuchert sie den Balkon? Man weiß es nicht. In jedem Fall bin ich total froh, dass ich das  neue Buch der Blogger-Kollegin schon so früh im Jahr bekommen habe. Denn so konnte ich auf dem Balkon schon mal ein bisschen was auf den Weg bringen. Doch keine Sorge: auch wenn ihr jetzt erst  anfangt zu säen und zu pflanzen, seid ihr für viele Pflanzen immer noch früh genug dran.

 

Foto: J. Prinz

Ich habe schon ein paar Pflanzen im Buch entdeckt, bei denen ich neu ins Grübeln komme. (Meint ihr, ich brauche auf dem Balkon eine Zucchinipflanze?) Ich ertappe mich dabei, wie ich in Gedanken die Töpfe umordne, weil die Erdbeeren direkte Sonne vertragen, der Basilikum aber nicht. Ich überlege, wie hoch wohl die Paprikapflanze wird und ob ich wohl noch einen Balkonkasten davorstellen kann. Nicht mehr lange und mein Balkon wird grün. „Mein Stadtbalkon“ ist jedenfalls eine klare Kaufempfehlung! Wenn ich es damit schaffe, lebendige Pflanzen auf meinem Balkon zu haben, dann schafft ihr das erst Recht! Also los, geht irgendwas anpflanzen!

P.S.: Falls ihr selbst einmal Tipps für euren Balkongarten braucht, könnt ihr eine Nachricht an Radio Bremen schicken. Dort plaudert Melanie Öhlenbach jeden Freitag aus dem Garten-Nähkästchen. Mit ein bisschen Glück kommt eure Frage vielleicht in die Sendung. Info hier: Grüner wird’s nicht – Tipps und Tricks für Balkon und Garten

„Mein Stadtbalkon“
Melanie Öhlenbach
Kosmos Verlag
ISBN: 3440167755

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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