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Natur und so

Die Farben der Paprika

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Foto: pixabay.com

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Ich fand ja schon immer, dass grüne Paprika anders schmecken als gelbe und rote. Wenn ich die Wahl habe, greife ich zur gelben Sorte. Rot geht auch noch. Aber die grünen Paprika esse ich nur, wenn ich „muss“. Doch stimmt das überhaupt: das mit den Farben und Geschmäckern? Gibt es tatsächlich einen Unterschied zwischen roten, gelben und grünen Paprika? Und wie kommt es, dass es da so viele Farben gibt? Die Antwort fand ich überraschend.

Sitzt die Paprika noch am Stängel, ist sie zuerst grün. Dann kann man sie schon ernten und essen, aber in ihrem Reifestadium ist sie noch ganz am Anfang. Unreif, wenn man so will. Wenn die Paprika länger hängen bleibt und später geerntet wird, hat sie eine ganz andere Farbe, zum Beispiel rot oder gelb.

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Welche Farbe die Paprika kriegt, hängt davon ab, zu welcher Sorte sie gehört. Und tatsächlich gibt es zwischen den verschiedenfarbigen Schoten auch Unterschiede. Alle Paprika bilden Ca-ro-ti-no-ide und werden dadurch so schön bunt. Carotinoide sind Farbstoffe, die wir von der orangen Karotte kennen und die auch gelb oder rot sein können. Je nachdem, welches Carotinoid die Paprika in der Schale einlagert, hat sie eben eine andere Farbe – und einen anderen Geschmack!

Gelbe Paprika bilden gelbe Carotinoide, rote eben rote und orangene…genau. Und bei den grünen Paprika kann man noch nicht sehen, wie sie später mal werden, denn sie sind ja noch nicht reif.

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Manchmal findet man aber im Supermarkt zweifarbige Paprika, die dann grün-orange oder so sind. Halbreif sozusagen. Wenn ihr die zweifarbigen Paprika besonders hübsch findet, könnte ihr sie zu Hause heranziehen. Dazu legt ihr einfach eine grüne Paprika neben Äpfel oder Bananen. Das lässt sie nachreifen und ihr bekommt gescheckte Schoten.

Damit wäre dann auch gleich noch bewiesen, dass Pflanzen Carotinoide selber bilden können. Die Federn des Roten Ibis oder die des schrill gefärbten Flamingos haben zwar auch solche Farbstoffe, doch die Vögel müssen sie mit der Nahrung aufnehmen. Wenigstens baut der Flamingo schöne Nester aus Schlamm. Das kann er ganz alleine! Eine Paprika täte sich mit sowas schwer.

 

 

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

2 Kommentare

  1. Es wäre aber ein schönes Bild, wenn der Flamingo sich dann hübsche gescheckte Paprikas in sein Nest aus Schlamm drapierte…..

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