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Die hübschesten hässlichen Küken der Welt

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Foto: pixabay.com

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Bald ist es wieder so weit: die ersten Küken schlüpfen. Zumindest möchte ich mir das gerne einreden, denn das würde ja bedeuten, dass der Frühling offiziell da ist. Frischgeschlüpfte Küken sind natürlich nicht immer niedlich. Die Nesthockerküken von Amsel oder Meise, sehen ja mehr runzelig-rosa aus, bis sie die ersten Federn kriegen. Kein Vergleich zu den flauschigen Federbällen, die hinter den Enteneltern herschwimmen. Jedes Jahr wieder freue ich mich aber am meisten über die hässlichsten Küken der Welt: die des Blässhuhns.

 

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Ich habe mal gesehen, wie ein Blässhuhn ein Nest gebaut hat: ein Schilfhalm nach dem anderen wurde irgendwo eingesammelt und auf das schwimmende Nest gelegt. Das Blässhuhnpaar hatte offenbar schon vorher überall klargestellt, dass dieses Revier besetzt ist, denn es näherten sich keine anderen Vögel. Das Nest war noch im Anfangsstadium und es war abzusehen, dass es noch ewas dauern würde, bis ein Blässhuhn darauf sitzen konnte. Doch nicht das Nest ist das Tolle beim Blässhuhn, sondern das Küken.

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Blässhuhnküken sind die hübschesten hässlichen Küken der Welt! Wenn sie schlüpfen, sehen sie etwas zerrupft aus und ihre Köpfe sind schreiend bunt: rot mit dünnen gelben Federchen.

Sie sind Nestflüchter und schon ziemlich  bald nach dem Schlupf sehr aktiv. Nach ein paar Tagen, in denen sie von den Eltern gewärmt und vor schlechtem Wetter geschützt werden, folgen sie ihnen ganz einfach im Wasser. Ein Teil der Küken folgt dem Vater, der andere Teil der Mutter.

 

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Je älter die Blässhuhnküken werden, desto weniger schrill sind ihre Kopffedern. Doch bis sie das glatte Federkleid ihrer Eltern haben, dauert es ganz schön lange. Und unauffälliger werden sie in der Zeit auch erstmal nicht. Irgendwie im Gegenteil: auch ohne die bunten Kopffedern, sehen halbwüchsige Küken sehr skurril aus: kahl und zerrupft. Einfach wunderschön!

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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