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Quiz: Können diese Tiere unter Wasser atmen?

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Die Frage kommt immer mal wieder: „Kann ein [setzt hier bitte irgendein beliebiges Tier ein] unter Wasser atmen?“ Wahlweise geht es dabei um Fische, Wale oder sonstige Tiere, die man mit Flüssen, Teichen oder dem Meer verbindet. Manchmal, wie bei den Giraffen geht es auch nur darum, ob ein Tier schwimmen kann, aber gleich danach geht es um die Atmung. Und weil die Frage so oft kommt, machen wir heute mal ein kleines Quiz. Keine Sorge, ein paar der Tiere hatten wir schon mal hier im Blog, die kennt ihr also schon. Das wird ganz leicht. Ist ja nicht so, als würden wir hier Hausaufgaben abfragen. Außer mit dem ersten Tier, aber das ist mir wirklich wichtig. Also, wer macht mit?

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Können Wale unter Wasser atmen?

Oh, ist das zu leicht? Ihr habt Recht, aber man kann es einfach nicht oft genug sagen. Wer unseren Artikel „Wale sind keine Fische“ gelesen hat, weiß das natürlich: Wale können unter Wasser nicht atmen. Wale habe eine Lunge wie wir und müssen beim Tauchen die Luft anhalten. Das können sie allerdings super. Der Pottwal kann die Luft etwa 90 Minuten lang anhalten. Wisst ihr noch, wie lange einem eine Doppelstunde in der Schule erscheinen kann? Jetzt stellt euch mal vor, ihr müsstet dabei auch noch die Luft anhalten!

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Können Fischotter unter Wasser atmen?

Erinnert ihr euch? Fischotter fürchten Flussbrücken, aber sie können trotzdem prima unter Wasser schwimmen und jagen. Unter Wasser atmen können sie allerdings nicht. (Säugetiere: Lunge!) Damit sie aber beim Auftauchen nicht erst umständlich den Kopf in den Nacken legen müssen, liegen ihre Nasenlöcher etwa auf gleicher Höhe mit den Augen und ihr Kopf ist eher langgezogen. Das macht Sinn, denn so können sie gleichzeitig schwimmen, atmen und gucken. Schlau, die Natur!

 

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Können Molche unter Wasser atmen?

Ja. An Land aber auch. Molche können fast alles, hauptsache ihre Umgebung ist feucht genug. Als Larven haben sie richtige Kiemenbüschel, über die sie Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen. Als erwachsenes Tier können sie sich mehrere Monate lang an Land aufhalten und atmen dann über ihre Lunge. Zusätzlich brauchen sie aber noch den Sauerstoff, den sie über die Haut aufnehmen. Die Hautatmung ist auch dann nützlich, wenn die Molche zur Fortpflanzung ins Wasser zurückkehren. Da sie dann keine Kiemen mehr haben, muss der Sauerstoff ja irgendwo herkommen.

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Können Schlammspringer unter Wasser atmen?

Also Schlammspringer sind echt ein Sonderfall! Äußerlich sind sie eindeutig Fische, aber vom Verhalten her sind sie…anders. Die Vorderflossen des Schlammspringers sind muskulös und können ihn aufs Land tragen, wo er sich nicht nur super fortbewegen kann, sondern auch noch Höhlen gräbt und auf Bäume klettert. Ganz so also wollte er sagen: „Von wegen Fisch. Ihr könnt mich mal!“ Das alles funktioniert, weil der Schlammspringer bei seinen Landausflügen einen kleinen Wasservorrat mitnimmt, der seine Kiemen feucht hält. Ist der Sauerstoff darin aufgebraucht, muss er wieder zurück. Er ist ja auch nur ein Fisch…

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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