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So schön: die Weiße Baumnymphe

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Foto: J. Prinz

Foto: J. Prinz

Die südostasiatische Weiße Baumnymphe hat viel weniger Farbe als manche heimischen Schmetterlinge, doch ich finde sie trotzdem so schön! Das schwarz-weiße Muster fällt sofort auf und macht sie auch für Schmetterlings-Laien wie mich, gut erkennbar. Hier sind drei Dinge, die die Weiße Baumnymphe besonders machen.

Sie hat vier Beine

Insekten haben sechs Beine. (Zählt das im Sommer mal an einer Fliege nach!) Doch in diesem Fall stimmt das nicht. Schmetterlinge aus der Familie der Edelfalter haben nur vier.

Foto: pixabay.com

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Dazu gehört nicht nur die Weiße Baumnymphe sondern auch das heimische Tagpfauenauge. Hausaufgabe für den Sommer: Füße zählen beim Schmetterling. Aber nicht anfassen!

Sie schlüpft aus einer goldenen Puppe

Ehrlich: Die Puppen der Weißen Baumnymphe sind richtige Schmuckstücke. Ihre Oberfläche schimmert golden und sieht aus wie ein schillernder Edelstein. Wenn der Schmetterling geschlüpft ist, bleibt die Puppe durchsichtig, aber immer noch leicht schimmernd, zurück.

 

Ihre Raupe baut Verteidigungswälle

…und zwar aus Schaum. In Südostasien, wo die Weiße Baumnymphe vorkommt, gibt es Ameisenarten, die Schmetterlingsraupen fressen. Der Schaumring, den die Raupe beim Fressen um sich herum baut, hält diese Ameisen sehr effektiv ab. Da gibt es sogar eine Studie, die beschreibt, wie oft die Ameisen versuchen, durch den Schaumring zu kommen, bevor sie aufgeben. Ich bin ja manchmal begeistert, was so alles erforscht wird. Stellt euch mal vor: Da sitzt jemand mit seinem Klemmbrett im Wald und beobachtet Raupen beim Fressen. (Ich darf nix sagen, ich hab‘ ja mal mit meinem Klemmbrett rumgesessen und Affen beim Spielen zugeguckt. Auch eher Nischenwissen…)

Vielleicht mache ich da mal einen ausführlichen Blogeintrag drüber. Soll ich? Oder lieber nicht?

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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