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Warum haben Füchse keine runden Pupillen?

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Foto: J. Prinz

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Autorentreffen in Erfurt: Wir sitzen zum Abschluss-Essen im Café Füchsen. Oben an der Decke ragt ein geschnitzter Fuchskopf aus einem Balken. „Haben Füchse wirklich so schmale Pupillen?“, fragt die Kollegin. Alle gucken. Der Fuchskopf hat tatsächlich schlitzförmige Pupillen, wie bei einer Katze. Warum ist das so?

Füchse sind ja eindeutig keine Katzen. Aber sie haben eine ganz ähnliche Eigenart und deshalb auch schmale Pupillen. Die Pupille ist übrigens das Loch, durch das das Licht ins Auge fällt. Hinten auf der Rückwand des Augapfels wird ein Bild der Umgebung abgebildet.

Foto: pixabay.com

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Weil Füchse (wie Katzen) in der Dämmerung und nachts aktiv sind, sind ihre Augen besonders lichtempfindlich. Die Pupille weitet sich im Dunkeln zu einem runden Loch und lässt damit so viel Restlicht wie möglich ins Auge fallen. Je größer die Pupille, desto besser, könnte mal also sagen.

Tagsüber sind Füchse zwar auch ab und zu unterwegs, dann aber mit schmalen Pupillen. Kein Wunder: Durch eine runde Öffnung würde viel zu viel Licht in die empfindlichen, auf Dämmerungssehen spezialisierten Augen fallen. Durch die schmale Pupille passt einfach weniger Licht und das ist auch gut so. Aus demselben Grund haben auch Katzen am Tag schmale Pupillen und abends runde. Nicht die Tageszeit ist hier allerdings von Bedeutung, sondern der Lichteinfall.

Foto: pixabay.com

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Wir haben die Frage mit den Fuchspupillen übrigens noch am Tisch per Internetsuche geklärt. Wir haben sogar herausgefunden, dass einige Tiere herzförmige Pupillen haben. Gelbbauchunken zum Beispiel – deren Pupillen zeigen ein (etwas verwaschenes) Herz. (Und zugegeben, auch die Pupille der Füchse ist eher „unscharf“ schlitzförmig.) Im Moment sind die herzpupillten Gelbbauchunken in der Gegend aber noch Laich und ich kann nicht nachgucken. Doch bald werden sie zu Kaulquappen, wie wir ja aus einem früheren Blogbeitrag wissen. Spätestens dann werde ich mal genau hinsehen. Welche Form haben eure Pupillen denn so? (Extrapunkte gibt es für jeden, der das Wort in diesem Beitrag findet, dass ich eindeutig erfunden habe.)

Mehr Infos zum Fuchs gibt es übrigens hier:

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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