Hallimasch & Mollymauk

Natur und so

18. September 2020
von Johanna Prinz
Keine Kommentare

Sedum: unverwüstlich auf dem Balkon

Foto: pixabay.com

„Was ist denn das da?“, frage ich, weil ich nur einen grünen Daumen für Tomaten habe – und auch den nur aus Versehen. Ich stehe vor dem Blumenladen und zeige auf einen Topf mit grünen Blättern und winzigen rosa Blüten. „Das ist eine Sedum-Art“, sagt die Verkäuferin. „Die können ziemlich viel ab.“ Pflanzen, die ziemlich viel abkönnen, sind genau meins, denke ich, aber sicher ist sicher. „Dürfen die in der Sonne stehen?“, frage ich. Und dann sagt die Blumenfrau die magische Formel, bei der ich automatisch zum Geldbeutel greife: „Sonne? Und wie! Am besten gießen sie die gar nicht richtig.“ Gekauft! Zu Hause lese ich erstmal nach, was ich mir da eigentlich angeschafft habe. Weiterlesen →

15. September 2020
von Johanna Prinz
Keine Kommentare

Vergissmeinnicht # 68

Foto: pixabay.com

Eine Forscherin der Universität Leeds hat kürzlich eine Studie über das so genannte „Shelling“ veröffentlicht – eine besondere Jagdmethode, die einige Delfine vor der australischen Küste verwenden. Da die Delfine einzelne Fische im offenen Wasser kaum zu packen bekommen, behelfen sie sich, indem sie ihre Beute auf leere Muschelschalen am Boden zuscheuchen. Versteckt sich der Fisch in der leeren Schale, ist er aber längst nicht in Sicherheit, denn darauf hat der Delfin nur gewartet: er trägt die Muschel an die Wasseroberfläche und schüttelt dort das Wasser heraus – der versteckte Fisch landet dabei im Delfinmaul.

11. September 2020
von Karolin Küntzel
Keine Kommentare

Hügel oder Berg? Wo ist der Unterschied?

Foto: pixabay.com

In einer Zeitschrift fand ich letztens einen Artikel, in dem es um den höchsten Berg in jedem Bundesland ging. Ja, auch Schleswig-Holstein und Brandenburg haben demzufolge Berge, wenn auch mit 167 Meter (Bungsberg) und 201 Meter Höhe (Kutschenberg) eher bescheidene. Die Bayern mit ihrer Zugspitze (2962 m) lächeln da vermutlich nur milde und nennen die Bergzwerge wohl eher Hügel. Da habe ich mich gefragt, ab wann ein Berg ein Berg ist und ob einer ein Hügel bleiben muss, wenn ihm ein entscheidender Meter fehlt.

Weiterlesen →

8. September 2020
von Karolin Küntzel
Keine Kommentare

Vergissmeinnicht #67

Foto: pixabay.com

Die Abkürzung PS steht für Pferdestärke, eine Maßeinheit, die auf James Watts (1736-1819) Horsepower zurückgeht. Nun könnte man denken, dass ein Pferd eine Pferdestärke von einem PS hat – doch dem ist nicht so, zumindest nicht immer. Nur wenn man die Leistung des Pferdes über einen längeren Zeitraum betrachtet, stimmt dieses Aussage; ein Rennpferd kann jedoch kurzzeitig eine Leistung von 15 PS erbringen und theoretisch wären sogar 24 PS möglich.

 

4. September 2020
von Johanna Prinz
Keine Kommentare

Raupe mit Riesenaugen

Foto: privat

Das Bild kommt per Nachrichten-App: „Guck mal, was wir gefunden haben!!!“ Ich gucke und bin begeistert: eine Raupe mit Riesenaugen! Doch Moment: wo sitzt denn eigentlich bei dieser Raupe der Kopf? Jedenfalls nicht dort, wo die „Augen“ zu sehen sind. Ich glaube, die Raupe schummelt. Sie tut nur so als hätte sie echte Augen. Doch in Wirklichkeit hat sie bloß ein paar hübsche Punkte. Aha, denke ich, das ist so ähnlich, wie beim Tagpfauenauge und seinen Fürchteflügeln. Oder? Doch was wird mal aus der Raupe, wenn sie groß ist. Ich zeig’s euch mal…

Weiterlesen →

1. September 2020
von Johanna Prinz
Keine Kommentare

Vergissmeinnicht #66

Foto: pixabay.com

Als man die Pazifische Auster in der Nordsee aussetzte, waren gerade die Wiederansiedelungs-Versuche mit der heimischen Europäischen Auster gescheitert. Die war nämlich wegen Überfischung und Krankheiten ausgestorben, aber niemand hätte wohl damit gerechnet, dass  ihre pazifische Verwandte sich dermaßen gut im kalten Wasser vermehren würde. Mittlerweile haben die Riffe der Pazifischen Auster aber, vielerorts die ursprünglichen Miesmuschelbänke abgelöst – was nichts Schlechtes sein muss, denn möglicherweise können sie in Zukunft bei Sturmfluten die heranrollenden Wellen brechen und so zum Küstenschutz beitragen.

28. August 2020
von Karolin Küntzel
Keine Kommentare

Zebramuster gegen Bremsen

Foto: pixabay.com

Auf dem Weg in den Urlaub fuhren wir an einer Pferdekoppel vorbei. Darauf standen mehrere Pferde, die eine Decke übergelegt hatten. Das ist an sich nichts Besonderes, bis auf die Tatsache, dass das Muster der Decken Zebrafell imitierte. „Wie lustig“, dachte ich, „Tarnpferde!“ Inzwischen bin ich schlauer und weiß, dass das Streifenmuster die Tiere vor schmerzhaften Bremsenstichen schützt. Dazu gibt es inzwischen sogar mehrere Studien.

Und um die geht es heute.

Weiterlesen →

25. August 2020
von Karolin Küntzel
Keine Kommentare

Vergissmeinnicht #65

Foto: pixabay.com

Schweine haben sogar noch mehr Riechzellen als Hunde und können Duftstoffe wittern, die sich bis zu einem halben Meter unter der Erde befinden. Diese Fähigkeit machen sich Trüffelsucher zu Nutze und gehen mit einer Sau auf die Jagd nach den teuren Pilzen. Die Sau wird dabei weniger vom Trüffel selbst angelockt – auch wenn sie ihn keineswegs verschmäht – vielmehr ist es der Geruch des Pilzes, der stark dem von paarungsbereiten Ebern ähnelt.

21. August 2020
von Johanna Prinz
Keine Kommentare

Tomaten-Genie: ohne grünen Daumen

Foto: J. Prinz

Ich nehme alles zurück. Dieser Witz, den wir seit Jahren bemühen? Mit meinem fehlenden grünen Daumen? Den müssen wir wohl, zumindest was Tomaten angeht, ad acta legen. Ich habe während unseres Blog-Urlaubs nämlich festgestellt, dass ich ein Tomaten-Genie bin. Ja wirklich. Na gut, vielleicht sind auch bloß meine Tomaten total pflegeleicht – wer weiß. In diesem Jahr jedenfalls läuft es mit den Balkon-Tomaten ausgesprochen gut und ich habe sogar ein paar Überraschungstomaten entdeckt. Was das ist? Das sind Tomaten, mit denen man nie im Leben gerechnet hätte. Seid gespannt. Weiterlesen →

18. August 2020
von Johanna Prinz
Keine Kommentare

Vergissmeinnicht # 64

Foto: pixabay.com

Nicht nur wir Menschen, sondern auch Herdentiere pflegen Freundschaften. Schafe, Kühe oder Esel haben zum Beispiel einen oder zwei beste Freunde, die sie gerne beschmusen und bekanbbern – und dann noch einen ganzen Schwung entferntere „gute Bekannte“. Dabei greifen ähnliche Mechanismen wie in Menschen-Freundschaften: Neuankömmlinge in einer Herde tun sich gerne zusammen, ebenso wie Tiere, die in etwa gleich alt sind.