Hallimasch & Mollymauk

Natur und so

13. Dezember 2019
von Johanna Prinz
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Geschenk-Tipp für Weihnachten: Crowdfarming

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*Werbung wegen Verlinkung, aber unbezahlt

„Wir müssen den Paketboten abpassen“, sagt die Kollegin. „Der liefert heute zehn Kilo Clementinen.“ Es dauert einen Moment, bis ich kapiere, was sie da gerade gesagt hat. „ZEHN Kilo Clementinen?“, frage ich entgeistert und denke an den Sportkollegen, der gestern versucht hat, mir Gewichtseinheiten in Kindergewicht zu erklären: Zehn Kilo Clementinen sind weniger als „einmal das Gewicht des Kleinen“, aber immer noch verdammt schwer. „Und wieso kommen die per Post?“, frage ich. Die Antwort der Kollegin ist kurz und liefert den ultimativen Geschenk-Tipp für Weihnachten: „Crowdfarming.“ Weiterlesen →

10. Dezember 2019
von Johanna Prinz
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Vergissmeinnicht # 34

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Ameisen finden es überhaupt nicht toll, wenn jemand zu nah an ihr Nest herankommt. Feinde, die zu dicht an einen Ameisenhaufen herankommen, werden vehement vertrieben, indem die Ameisen ihr Hinterteil ausrichten und eine starke Ameisensäure in die Höhe spritzen. Der Eichelhäher macht sich dieses Verhalten allerdings zunutze: er legt sich mit ausgebreiteten Flügeln auf den Ameisenhaufen, lässt sich absichtlich mit Säure vollspritzen und entfernt dadurch lästige Parasiten aus seinen Federn, die die Ameisensäure nämlich auch nicht mögen.

6. Dezember 2019
von Karolin Küntzel
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Schluss mit Streunen? Leinenpflicht für Katzen

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Mit Sicherheit wäre ein Aufschrei durch die riesige Katzen-Fangemeinde gegangen, wenn sich die beiden niederländischen Umweltrechtler Arie Trouwborst und Han Somsen durchgesetzt und einen EU-weiten Leinenzwang für Hauskatzen erwirkt hätten. Vermutlich hat aber kaum ein Katzenfreund die Studie der beiden Wissenschaftler von der Universität Tilburg zur Kenntnis genommen, in der sie ihre Forderung begründeten. Die Studie erschien am 27. November 2019 im Journal of Environmental Law. Worum geht es darin?

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3. Dezember 2019
von Karolin Küntzel
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Vergissmeinnicht #33

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Menschen und Tiere bekommen Fieber, um Krankheitserreger abzuwehren, Pflanzen auch. Das fanden Forscher heraus, als sie eine Lilie bewusst mit Tabakmosaik-Viren infizierten und sie anschließend mit Wärmebildkameras beobachteten. 30 Stunden später stieg die Temperatur in den „kranken“ Blättern um ein halbes Grad, weil sich die Spaltöffnungen an der Unterseite der Blätter schlossen und dadurch keine Verdunstungskälte mehr entstehen konnte – die Pflanze „fieberte“ und die erkrankten Blätter starben zusammen mit den Viren ab.

29. November 2019
von Johanna Prinz
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Die Bucheckern der Rotbuche

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Wusstet ihr, dass eine Rotbuche erst über vierzig Jahre alt werden muss, bevor sie das erste Mal Früchte wachsen lassen kann? Ich wusste das nicht und bin jetzt angemessen erstaunt. Vierzig Jahre! Wahnsinn, wie lange so eine Buche im Wald herumstehen muss, bis sie auch nur daran denken kann, sich zu vermehren. Als Buche wächst man halt sehr langsam und braucht offenbar auch ganz schön lange, um über die Pubertät hinaus zu kommen. Dafür werden Buchen dann aber auch auch ziemlich alt. Jedenfalls: weil ich mich noch so gut an die Buche meiner Kindheit erinnern kann, auf die wir immer drauf geklettert sind, kommt heute aus Nostalgiegründen ein Blogbeitrag über die Früchte der Rotbuche. Weiterlesen →

26. November 2019
von Johanna Prinz
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Vergissmeinnicht #32

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Auf den Inseln Codfish Island und Anchor Island, vor der Küste Neuseelands, darf mal kurz aufgeatmet werden. Denn hier gibt es jetzt offiziell wieder 200 Exemplare des extrem seltenen Kakapos – wobei nur Tiere gezählt werden, die die gefährliche Kükenphase überleben. Der nachtaktive und flugunfähige Papagei wäre beinahe ausgestorben, doch eine gute Brutsaison hat die Schutzbemühungen ein großes Stück nach vorne gebracht – auch wenn die Vogelart damit natürlich noch nicht gerettet ist.

22. November 2019
von Karolin Küntzel
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Noch mehr Pilze – ein Buch über „faszinierende Wesen“

Foto: K. Küntzel

Jetzt hänge ich mich mal an Johannas letzten Beitrag an, denn das passt richtig gut. Schon lange liegt ein Buch über Pilze bei mir herum, das ich wunderbar finde und euch schon längst vorstellen wollte. Nicht nur, weil darin steht, dass der Hallimasch leuchten kann, sondern weil dort auch ganz besonderen Pilzen ein Platz eingeräumt wird. So ist der Bierhefe ebenso ein Kapitel gewidmet wie dem Haus- und dem Zunderschwamm oder dem Pinselschimmel, besser bekannt unter den Namen Penicillium. Die bekanntesten essbaren und giftigen Pilze sind ebenfalls beschrieben und jede Beschreibung wartet mit einer Fülle an Spezial-Informationen auf, die ich so noch in keinem anderen Buch gefunden habe. Weiterlesen →

19. November 2019
von Karolin Küntzel
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Vergissmeinnicht #31

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Das Vietnam-Kantschil (Tragulus versicolor) ist eine ziemlich kleine Hirschferkelart, die seit 1990 als verschollen galt, nachdem ein Jäger das angeblich letzte Tier erschossen hatte. Doch – oh Wunder – nun ist das Huftier von der Größe eines Hasen und mit dem Aussehen einer Hirschmaus in Ost-Vietnam wieder aufgetaucht und wurde gleich 200 Mal von einer Fotofalle abgelichtet. Unter Wissenschaftlern wird das Tier als bedeutende Wiederentdeckung gefeiert während die Einheimischen nie das Gefühl hatten, das Vietnam-Kantschil sei verschwunden gewesen.

 

15. November 2019
von Johanna Prinz
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3 Fakten über Pilze

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Es ist richtiges Herbstwetter und ich muss mir Gummistiefel leihen. Das Patenkind und ich müssen den Hund nicht lange überreden, mit in den Wald zu kommen – trotz Matschboden und nassen Bäumen. Es macht großen Spaß und auch wenn der Hund bei der Rückkehr sofort in die Wanne muss, hat es sich echt gelohnt. Wenn ihr zu dieser Jahreszeit im Wald unterwegs seid, werdet ihr mit Sicherheit zahlreiche Pilze sehen. Wisst ihr noch, im Sommer? Das waren die alle noch nicht da. Zu trocken. Pilze sind schon ein bisschen komische Lebewesen, oder? Machen dir doch mal einen kleinen Ausflug in die Welt der Pilzfakten. Weiterlesen →

12. November 2019
von Johanna Prinz
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Vergissmeinnicht #30

Foto: pixabay.com

Die gegenseitige Fellpflege der Primaten ist gut für die Gruppenbindung und beruht tatsächlich auf dem Prinzip – bitte nicht lachen – der Gegenseitigkeit. Wer selber krault, wird ebenfalls gekrault, es sei denn, er ist sehr dominant und wird allein schon aus Prinzip (und dann auch ohne Gegenleistung) betüddelt. Bei Kattas stellte sich jetzt heraus: Tiere, die bei Problemlöseaufgaben besonders gut abschnitten, waren anschließend deutlich beliebter und auch häufiger Empfänger von Fellpflegekontakten – schlau und erfolgreich zu sein, beeinflusst bei Kattas also offenbar die Stellung innerhalb der Gruppe, schloss das Forschungsteam daraus.