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Natur und so

Dieser Versuch, bei dem man Blumen blau färbt…

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Foto: J. Prinz

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Wieder so ein Versuch über den man oft stolpert. Total einfach, dachte ich. Man stellt eine weiße Blume in Tintenwasser und wartet, bis sie blau wird. So einfach war es dann aber doch nicht. Um ehrlich zu sein, ist der Versuch ziemlich schief gegangen und meine Blumen wurden überhaupt nicht blau. Was war da los? Klar, dass der Versuch nochmal wiederholt werden musste. Es gibt tatsächlich ein paar Tricks, die man beherzigen sollte, damit alles klappt. Hier sind die Tipps.

Tipp 1: Wenig Wasser!

Kein Wunder, dass mein Versuch beim ersten Mal nicht funktioniert hat. Ich hatte deutlich zu viel Wasser in die Vase getan. Das Bild da oben? Zuviel Wasser! Es genügt vollkommen, wenn die Blumenstiele gerade so in Flüssigkeit stehen. Plant ein bisschen voraus, wie viel Wasser eure Blumen so „trinken“. Tulpen brauchen ein Schlückchen mehr, aber die wachsen ja auch noch in der Vase.

Foto: J. Prinz

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Tipp 2: Simple Zutaten

Ihr braucht also ein kleines Glasgefäß. Ein Einmachglas eignet sich gut oder ein kleines Trinkglas. Und ihr braucht normale Schultinte – ob aus der Patrone oder dem Tintenfass ist egal. Wahrscheinlich werden aber die Finger weniger blau, wenn ihr nicht erst umständlich die Patrone aufschneidet und ausquetscht. (Ist doch egal, woher ich das weiß!) Und dann braucht ihr noch eine weiße Blume. Zur Sicherheit könnt ihr nochmal den Stiel anschneiden, vor allem, wenn ihr eine Rose benutzt.

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Tipp 3: Geduld

Nach ein oder zwei Tagen solltet ihr die erste Blaufärbung sehen. Es kann aber bis zu einer Woche dauern, bis eure Blume ganz deutlich blau gefärbt ist. Bei einigen Blumensorten kann man ganz toll sehen, wo die Leitbahnen entlang laufen, die das Wasser von der Vase bis in die Spitzen der Blütenblätter transportieren. Durchgehend blau wird ein weißes Blütenblatt aber wahrscheinlich nicht. Schließlich färben wir nicht das ganze Blatt sondern nur Leitbahnen. Der Versuch funktioniert auch nicht mit allen Blumensorten.

Foto: J. Prinz

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Gute Ergebnisse erzielt ihr aber mit Margeriten, Rosen oder Nelken. Fragt im Zweifel die Person im Blumenladen. Und dann schickt uns einen Kommentar, ob ihr die ersten Kunden wart, die nach Blumen gefragt haben, die sich umfärben lassen. Ich habe jedenfalls ein paar komische Blicke geerntet.

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Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

2 Kommentare

  1. Ich hab selbst bei einem Asiatischen Blumenhändler blau gefärbte Blumen gekauft…
    Wird es Blaualgenfarbe nicht kraftvoller aber auch teurer ???

  2. Sorry,soll auch mit Lebensmittelfarbe wirken…
    Blau Algen war unsinn

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