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Nasenbären haben nicht nur tolle Nasen

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Foto: pixabay.com

Für ein aktuelles Projekt musste ich nochmal was über Nasenbären nachlesen. Tatsächlich ging es um die besondere Nase, die den Tieren ihren Namen gab. Die ist nämlich nicht nur besonders groß, sondern auch so kräftig, dass Nasenbären damit Erde umgraben können. Da fragt man sich doch irgendwie, ob es außer der Nase nicht noch irgendwas anderes Tolles am Nasenbären gibt. Gibt es. Und darum geht es heute hier im Blog.

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Nasenbären sind Raubtiere und gehören, genau wie Waschbären, zu den so genannten Kleinbären. Das ist eine Art Untergruppe der Marderverwandten. Doch anders als der heimische Waschbär, ist der Nasenbär zum größten Teil tagaktiv. Man findet die verschiedenen Nasenbärarten in Nord- und Südamerika, wo sie am liebsten in Wäldern leben.

Einige Nasenbären leben in Gruppen von mehr als 15 Tieren. Die Besonderheit: erwachsene Männchen sind dort nicht erwünscht und so leben nur Weibchen mit ihren Jungen zusammen. Es gibt ein paar beschriebene Ausnahmen und es scheint so auszusehen, als könnten sich einzelne Männchen einen Platz in der Weibchengruppe „aushandeln“, doch die Norm scheint das nicht zu sein.

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Nasenbären haben feste Schlafbäume und die Jungtiere kommen in Nestern zur Welt, die aus Blättern bestehen und hoch oben in den Zweigen angelegt werden. Bei der Geburt wiegen sie gerade mal so viel wie eine Tafel Schokolade. Doch nach einigen Wochen sind sie stark genug, um ihre Mutter nach draußen zu begleiten. Dann lernen sie auch, wie sie ihre namensgebende Nase einsetzen, um im Boden oder in Baumspalten nach Nahrung zu suchen. Wer dabei erfolgreich ist, bekommt zur Belohnung Früchte oder einen leckeren Käfer.

Wenn ihr das nächste Mal irgendwo einen Nasenbären seht, dann achtet mal darauf, wie er seinen langen Schwanz trägt. Der zeigt nämlich oft nach oben und hat eine eingerollte Spitze. Und wenn ihr schon mal dabei seid, schaut genau hin: Wie setzt der Nasenbär seine Nase ein?

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Autor: Johanna Prinz

Jahrgang 1978, ist promovierte Diplom-Biologin. Sie war früher Affenforscherin im Zoo, leitete den Bildungsbereich in einem großen Naturkundemuseum und danach ein Nationalpark-Haus am Wattenmeer. Heute arbeitet sie, von ihrer Wahlheimat Lübeck aus, im Bereich „Naturvermittlung“ – vor allem als Museumsberaterin oder Autorin für Kindersachbücher. Manchmal hebt sie Regenwürmer von der Straße auf. Mehr Infos unter: www.naturvermittlung.de

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