Hallimasch & Mollymauk

Natur und so

Vom Glück, einen Schrebergarten zu bekommen

| 7 Kommentare

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Juchuh!!! Seit dem Wochenende haben wir einen Schrebergarten. Mit allem Drum und Dran. Mit Häuschen, Gemüse- und Blumenbeeten, Obstbäumen, Johannis- und Himbeersträuchern, Staudenrabatten, Rosen, Tomatenhaus, Komposter, Gartenbank und sogar mit einem Goldfischteich. Dabei hatten wir uns gar nicht soviel Hoffnung gemacht, dieses Jahr schon einen Garten zu bekommen, denn so einfach ist das nicht. Aber der Reihe nach.

Ein Garten, zwei Gärten

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Das Haus, in dem wir wohnen, hat einen kleinen Garten. Dort wuchsen dieses Jahr meine Tomaten, die Blumenwiese, Himbeeren im Kübel, Kartoffeln im Eimer und allerlei andere Dinge. Das war schön, aber mir fehlte immer Platz für ein richtiges Gemüsebeet. So entstand die Idee, zusätzlich einen Schrebergarten zu pachten. Einfach ist das hier nicht, denn wir wohnen, wie man uns sagte, in der falschen Gemeinde. Um uns herum sind verschiedene Schrebergartenkolonien, nur hätten wir dort nie einen Platz bekommen, weil wir

a) nicht direkt in München wohnen,
b) nicht in Neuried wohnen,
c) nicht in Gauting wohnen und so weiter und so fort.

Die Gemeinde, in der wir wohnen, hat keine Schrebergartenflächen und will auch keine. Ich habe im Rathaus extra nachgefragt. So ein Pech!

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Wo ich schon den Kopf in den Sand und die Flinte ins Korn werfen wollte, gab der Mann nicht auf. Eines Abends präsentierte er mir ein Gelände der Eisenbahn-Landwirtschaft, nicht allzu weit von unserem Wohnort entfernt. Und dort ist man sowohl Nicht-Eisenbahnern wie auch Gartenfreunden aus anderen Gemeinden gegenüber aufgeschlossen. So haben wir uns auf einen Garten beworben, kamen auf die Warteliste auf Platz Nr. 9 und wurden dann zur Vergabe von fünf freigewordenen Gärten eingeladen. Tatsächlich durften wir uns bereits als Dritte einen der noch vorhandenen Gärten aussuchen, weil mehrere Anwärter gar nicht erst erschienen waren.

Goldie, Mr. Black und Zitrone

Foto: K. Küntzel

Foto: K. Küntzel

Wir nahmen den Garten auf der Bahnseite mit dem Teich. Das Kind fand diesen Garten am schönsten und wir sind auch ganz glücklich damit. Im Teich schwimmen rund 40 Goldfische und einige von ihnen haben gestern Namen bekommen. Mr. Black kann ich vielleicht identifizieren, bei Goldie und Zitrone kann mir das Kind viel erzählen. Für mich sehen die alle gleich aus, ich habe aber auch nicht stundenlang vor dem Teich gelegen und den Tieren zugeguckt. Wir haben die Hütte ausgemistet, angefangen die Fenster zu streichen, Blumen gepflanzt und zuviel Sonne bekommen. Es war aber auch hochsommerlich die letzten Tage. Bei 25 °C glaubt doch kein Mensch, dass bereits Mitte Oktober ist. Auch der Garten nicht, denn es blüht noch überall und die zweite Generation Himbeeren für dieses Jahr reift heran. Einen Teil der Blütenpracht könnt ihr auch bewundern, denn alle Aufnahmen stammen von gestern aus dem Garten. Schön, oder?

Autorin: Karolin Küntzel

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Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

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Autor: Karolin Küntzel

Jahrgang 1963, ist freiberufliche Autorin, Dozentin und Kommunikationstrainerin. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Weiterbildungsmanagement in Berlin und war lange Zeit in der freien Wirtschaft tätig. Seit 2006 ist sie selbstständig, unterrichtet und schreibt Sachbücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Wissbegier hat sie quasi zum Beruf gemacht. Sie lebte mehrere Jahre alleine in einem Haus im Wald, mehrere Wochen mit einer kleinen Crew auf einem Schiff auf dem Atlantik und bezeichnet sich selbst als überzeugte Rausgängerin. Sie sieht gerne unter Steinen nach. Mehr Infos unter: www.karibuch.de

7 Kommentare

  1. Glückwunsch, liebe Karolin, zum neuen grünen Heim.

    Mein kleiner Gartenteich sieht auch fast aus wie eurer. Allerdings hab ich nur 20 Goldfische (ohne Namen), die sich regelmäßig prächtig vermehren und dann irgendwie auch wieder “verschwinden”. Ich verdächtige Nachbars Katze und den gelegentlichen Fischreiher. Aber so hält sich das Gleichgewicht in der Natur, ganz ohne mein Zutun. (Zumal ich meine Fische noch NIE gefüttert habe. Die fressen alles, was der Teich so hergibt, Algen etc.)
    Ich wünsche euch reiche Ernte und viele schöne und kreative Stunden im Garten.

    LG
    Elli

    • Liebe Elli, lieber Matthias,
      ich danke Euch für die netten Worte. Die Nachbarn haben wir schon kennengelernt und es scheint, als hätten wir es gut mit ihnen getroffen. Naja, sie mit uns aber auch! :-))

  2. Glückwunsch!

    Viel Erfolg und nette Nachbarn.
    Matthias

  3. Herzlichen Glückwunsch zum Kleingarten!
    Das hört sich ja nach einer prächtigen Anlage an, toll! :-)
    Und umso schöner, weil es doch wohl ein bisschen unverhofft kam. Da sieht man mal wieder: Nur nicht aufgeben! :-)
    Viel Erfolg und viel Freude damit!

    • Liebe Mel,
      ja, ich kann mein Glück immer noch nicht richtig fassen. Und das Wetter ist momentan hier so schön sommerlich, dass es mich ständig dorthin treibt.D a muss die andere Arbeit mal ein bisschen geduldig mit mir sein.
      Liebe Grüße
      Karolin

  4. Wow, liebe Karolin,
    das klingt wunderbar und sieht superschön aus! Ich wünsche euch Dreien viel Freude am und im Garten, reiche Ernten und immer wieder gute Erholung dort!

    Liebe Grüße von Barbara

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